Vom Acker auf die Gabel – oder den Zahnstocher

Wir befinden uns im Jahre 21 nach dem Millennium. Ganz Hamburg ist von kranzförmigen Aliens des Planeten SARS-CoV-2 besetzt… Ganz Hamburg? Nein! Ein von unbeugsamen Standardieri besiedeltes Haus hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Mit spitzer Harke und erdigen Händen üben sie Resilienz, Gemeinschaft und Experiment.

Erlesene Kräuter und heilsame Blätter landen bei uns bekanntlich nicht nur in den Gläsern, sondern fliegen auch gerne durch unsere bunte Küche.
Eine gelungene Symphonie begnügt sich schließlich auch nicht mit ein, zwei Sätzen und Instrumenten, sondern ergießt sich im abwechslungsreichen Zusammenspiel eines ganzen Orchesters. Dabei sind die feinen Töne und Nuancen besonders bedeutsam…

 

Was das mit einem eigenen Gewächshaus und einer heimlichen Keimzelle in der Küche zu tun hat? Naja, nicht umsonst ist das Prinzip „Farm to Table“ so beliebt und erfolgreich, denn diese feinen Nuancen lassen sich nur auf Basis einer guten Erde und mit Liebe in den Fingerspitzen wiedergeben.

Auf dem Teller bedeutet das ganz konkret mehr Geschmack und mehr Vielfalt direkt aus dem eigenen Garten. Für den Kopf bedeutet das Widerständigkeit und alltägliche Lebenskunst… Denn was ist inspirierender und befreiender als irgendwann die eigenen Früchte aus der Erde zu ziehen? Da fällt uns nur eines ein, und zwar: Sie in geselligem Beisammensein an langen Tischen zu genießen. 

Was kaum jemand weiß, schon für Kant bestand „wahre Humanität“ im „gastfreundschaftlichen Mahl“, er beschreibt diese Praxis als „Genuss einer gesitteten Glückseligkeit“.

Über die Sitten können wir uns noch einmal unterhalten. Aber bis wir wieder gute Mahlzeiten in guter Gesellschaft und somit einander gegenseitig genießen können, halten wir euch hier ganz pragmatisch über die Acker-Entwicklungen auf dem Laufenden. 

 

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